Fashion-Porträt von Asquina mit roter Kreation über dem Kopf, dahinter helle Säulen des Theseustempels in Wien

    Photo gallery: MELTING PERFECTION — 1 image by Peter Scholz, schopho fine art photography.

    • Fashion-Porträt von Asquina mit roter Kreation über dem Kopf, dahinter helle Säulen des Theseustempels in Wien
    Hinter der Linse

    MELTING PERFECTION

    Peter Scholz · SCHOPHO

    Ein Eis, das keines ist. Und eine Fashion-Geschichte über die Kunst, Erwartungen zu verändern.

    Fashion Editorial · Vienna · MOEVIR Magazine

    Fashion Editorial mit Asquina am Theseustempel in Wien · Veröffentlicht im MOEVIR Magazine, October Issue 2026

    Ein schwarzes Kleid. Weiße Säulen. Ein rotes Eis.

    Auf den ersten Blick scheint alles klar. Eine Fashion-Aufnahme vor klassischer Architektur, mit einem ungewöhnlichen Accessoire als farblichem Akzent.

    Doch das Eis ist nicht echt.

    Es wurde von Asquina eigens für unser gemeinsames Shooting angefertigt. Was wie ein alltäglicher Gegenstand aussieht, ist eine bewusste kreative Entscheidung.

    Genau dieser Widerspruch wurde zum Ausgangspunkt von MELTING PERFECTION, einem Fashion Editorial, das ich im September 2026 am Theseustempel im Wiener Volksgarten fotografiert habe.

    Die entstandene Bildstrecke wurde im MOEVIR Magazine, October Issue 2026, veröffentlicht.

    Ganzkörperaufnahme von Asquina im langen schwarzen Kleid zwischen den weißen Säulen des Theseustempels in Wien

    Warum gerade der Theseustempel?

    Der Theseustempel gehört zu jenen Orten in Wien, deren Architektur eine unmittelbare Wirkung entfaltet.

    Helle Säulen, klare Proportionen, nahezu vollkommene Symmetrie. Eine Umgebung, in der jede Linie einer Ordnung zu folgen scheint.

    Für unser Editorial war diese Strenge kein bloßer Hintergrund. Sie wurde Teil der Bildgestaltung.

    Asquinas schwarzes Kleid setzte eine grafische Silhouette gegen die hellen Steinflächen. Die Säulen schufen Tiefe und Rhythmus. Unterschiedliche Perspektiven veränderten das Verhältnis zwischen Mensch und Architektur.

    Manchmal dominierte die monumentale Umgebung. Dann wieder genügte ein enger Bildausschnitt, um sie beinahe vollständig verschwinden zu lassen.

    Mich interessierte dabei vor allem, wie viel eine Umgebung zur Wirkung eines Menschen beitragen kann, ohne ihm die Aufmerksamkeit zu nehmen.

    Denn die stärkste Kulisse ist nicht zwangsläufig diejenige, die am meisten zeigt.

    Die Idee hinter dem roten Eis

    Das rote Objekt ist vielleicht das ungewöhnlichste Element dieser Serie.

    Asquina hat es speziell für dieses Shooting geschaffen.

    Es ist kein zufällig mitgebrachtes Accessoire und kein echtes Eis, das während der Aufnahmen langsam schmilzt.

    Es ist eine gestalterische Intervention.

    Vor den klassizistischen Säulen wirkt es beinahe absurd. Gleichzeitig bringt es eine Leichtigkeit in die Bilder, die man in einer streng komponierten Fashion-Strecke nicht unbedingt erwarten würde.

    Die reduzierte Farbwelt aus Schwarz und Weiß erhält einen bewussten roten Akzent.

    Doch wichtiger als die Farbe ist die Irritation.

    Ein vertrauter Gegenstand, der keiner ist. Eine elegante Inszenierung, die sich selbst nicht zu ernst nimmt.

    Das war für mich der eigentliche Reiz.

    Sitzendes Porträt von Asquina mit der roten Eis-Kreation, die sie eigens für das Shooting angefertigt hat
    Die Kreation: ein Eis, das keines ist.
    Halbnahes Fashion-Porträt von Asquina im schwarzen Kleid mit rotem Akzent vor weicher Architektur

    Was eine Bildgeschichte zusammenhält

    Ein gelungenes Einzelbild kann durch Licht, Komposition oder einen besonderen Ausdruck entstehen.

    Eine Editorial-Strecke verlangt mehr.

    Die Fotografien müssen miteinander funktionieren, ohne sich bloß zu wiederholen.

    Für MELTING PERFECTION bedeutete das, zwischen Nähe und Distanz zu wechseln: unmittelbare Porträts, Ganzkörperaufnahmen, architektonische Perspektiven und Bilder, in denen das rote Objekt eine eigene Rolle übernimmt.

    Asquinas Ausdruck und Präsenz verbinden diese unterschiedlichen Ansichten.

    Ihre kreative Arbeit war dabei nicht auf den Moment vor der Kamera beschränkt. Mit der eigens angefertigten Kreation hat sie die visuelle Geschichte aktiv mitgestaltet.

    Meine Aufgabe bestand darin, daraus eine fotografische Bildsprache zu entwickeln, in der Persönlichkeit, Gestaltung und Umgebung zusammenwirken.

    Nicht jedes Bild muss alles erzählen.

    Aber jedes sollte einen Grund haben, Teil der Geschichte zu sein.

    Fashion-Aufnahme von Asquina in dynamischer Pose an der Architektur des Theseustempels
    Vertikale Fashion-Aufnahme von Asquina aus der Serie MELTING PERFECTION, erstes Bild eines Diptychons
    Vertikale Fashion-Aufnahme von Asquina aus der Serie MELTING PERFECTION, zweites Bild eines Diptychons

    Von der Idee zur Veröffentlichung

    Aus unserem Shooting entstand eine kuratierte Fashion-Strecke unter dem Titel MELTING PERFECTION.

    Veröffentlicht wurde sie in der Oktober-Ausgabe 2026 des MOEVIR Magazine.

    Für mich liegt der Wert dieser Veröffentlichung nicht allein darin, dass die Bilder in einem internationalen Fashion-Magazin erscheinen.

    Entscheidend ist der Weg dorthin.

    Eine gemeinsame Idee. Ein eigens gestaltetes Objekt. Eine bewusst gewählte Umgebung. Fotografische Entscheidungen, die sich nicht nur an der Wirkung eines einzelnen Bildes orientieren, sondern an der Geschichte der gesamten Serie.

    Solche freien Editorial-Projekte geben mir die Möglichkeit, gestalterische Ansätze weiterzuentwickeln und mit Menschen zusammenzuarbeiten, die eine eigene kreative Perspektive einbringen.

    Sie sind ein wichtiger Teil meiner Arbeit als Fotograf in Wien.

    Was Fashion Photography mit Menschen und Marken verbindet

    Auf den ersten Blick hat dieses Editorial wenig mit einem Executive-Porträt, einer Unternehmensgeschichte oder einer Hochzeit gemeinsam.

    Für mich liegt die Verbindung jedoch in der Herangehensweise.

    Bei einem Executive-Porträt geht es darum, die Persönlichkeit hinter einer beruflichen Funktion sichtbar zu machen. Bei einer Unternehmensgeschichte darum, Menschen, Werte und Identität in eine glaubwürdige visuelle Sprache zu übersetzen.

    Bei einer Hochzeit sind es die Menschen, ihre Beziehungen und die Atmosphäre eines unwiederholbaren Tages, die den Bildern Bedeutung geben.

    Und bei einer kreativen Kampagne muss eine Idee entstehen, die nicht nur Aufmerksamkeit erzeugt, sondern auch zur Marke passt.

    Die Anforderungen sind unterschiedlich. Doch die entscheidende Frage bleibt ähnlich:

    Was soll ein Bild über das Sichtbare hinaus erzählen?

    MELTING PERFECTION ist meine fotografische Antwort auf diese Frage in Form eines Fashion Editorials.

    Nicht als Vorlage für andere Aufträge. Sondern als Einblick in die Art, wie ich Bilder denke.

    Nothing Is Quite What It Seems

    Der Titel MELTING PERFECTION spielt mit der Vorstellung, dass ein perfekt gestaltetes Bild auch vollkommen eindeutig sein müsste.

    Doch gerade das Gegenteil kann interessant sein.

    Ein Eis, das keines ist.

    Eine historische Architektur, die zur Bühne einer zeitgenössischen Fashion-Geschichte wird.

    Eine sorgfältig komponierte Aufnahme, die dennoch Raum für Persönlichkeit und einen unerwarteten Gedanken lässt.

    Manchmal braucht ein Bild nur ein einziges Detail, um unsere Erwartungen zu verändern.

    Und manchmal beginnt genau dort seine Geschichte.

    Abschlussporträt von Asquina aus dem Fashion Editorial MELTING PERFECTION in Wien

    Editorial Credits

    MELTING PERFECTION
    Photography: Peter Scholz / SCHOPHO
    Model & Creative Object: Asquina · @makeupbyasquina
    Location: Theseustempel, Volksgarten, Vienna, Austria
    Publication: MOEVIR Magazine · October Issue 2026
    Photography: September 2026

    Published in MOEVIR Magazine · October 2026

    Jede Geschichte beginnt mit einer Idee.

    Für Porträts, Unternehmensgeschichten, Hochzeiten und kreative Projekte, die eine eigene visuelle Sprache verdienen.

    8. Oktober 2026

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