Manche Zusammenarbeit beginnt lange bevor eine Kamera überhaupt ins Spiel kommt.
Als ich Dr. Barbara Harrer vor einigen Wochen in Wien fotografierte, war es nicht das erste gemeinsame Projekt. Viele Jahre zuvor arbeiteten wir bereits im Bereich Immobilienleasing zusammen und begleiteten großvolumige Projekte sowie Transaktionen für namhafte Kunden. Damals lag unser beruflicher Fokus in einer völlig anderen Welt — geprägt von Finanzierung, Immobilien, Verhandlungen und wirtschaftlichen Entscheidungen.
Heute haben sich unsere Wege auf spannende Weise weiterentwickelt.
Dr. Barbara Harrer begleitet inzwischen als selbstständige Unternehmerin und Beraterin anspruchsvolle Immobilienprojekte und bringt dabei ihre juristische sowie wirtschaftliche Expertise in unterschiedlichste Entwicklungen ein. Mit ihrer Beratungstätigkeit unterstützt sie Unternehmen und Projektentwicklungen insbesondere an der Schnittstelle zwischen Recht, Wirtschaft und Immobilie. Mehr über ihre Arbeit auf LinkedIn.
Mein eigener Weg führte mich dagegen immer stärker in Richtung Kunst, Bildsprache und Fotografie.
Vielleicht war genau diese gemeinsame Geschichte einer der Gründe, warum dieses Shooting von Anfang an eine besondere Dynamik hatte.
Denn Vertrauen entsteht nicht erst vor der Kamera.

Die Idee hinter dem Shooting
Schon seit längerer Zeit beschäftige ich mich mit der Frage, wie moderne Executive Portraits heute eigentlich aussehen sollten.
Nicht steif.
Nicht künstlich inszeniert.
Und vor allem nicht wie klassische Businessfotografie, die man nach wenigen Sekunden wieder vergisst.
Mich interessiert vielmehr eine ruhigere, editoriale Bildsprache — Portraits mit Atmosphäre, Präsenz und Persönlichkeit. Bilder, die hochwertig wirken, ohne laut zu sein. Elegant, modern und glaubwürdig zugleich.
Dr. Barbara Harrer war dafür die ideale Persönlichkeit.
Ihre Kombination aus Fachkompetenz, klarer Haltung, unternehmerischer Erfahrung und einem sehr modernen, stilbewussten Auftreten brachte genau jene Balance mit, die ich für diese Serie gesucht habe.

Wien als Bühne
Fotografiert wurde die gesamte Serie outdoor in Wien.
Bewusst nicht im Studio, sondern mitten in der Stadt — zwischen dem weichen Licht, den historischen Wegen und der eleganten Atmosphäre des Wiener Stadtparks.
Gerade dieser Ort passte perfekt zur Idee der Serie.
Der Stadtpark gehört zu den ältesten und gleichzeitig atmosphärischsten Parkanlagen Wiens. Zwischen historischen Geländern, alten Baumalleen, geschwungenen Wegen und klassischer Wiener Architektur entsteht eine besondere Ruhe, die man mitten in einer Großstadt kaum erwartet.
Viele der Bilder entstanden während der Goldenen Stunde, als das warme Abendlicht langsam durch die alten Bäume fiel und die Umgebung beinahe filmisch wirken ließ.
Genau diese Mischung aus urbaner Eleganz, Geschichte und Ruhe wurde schließlich zum visuellen Fundament der gesamten Serie.
Erst später wechselte die Atmosphäre kurz in die U4-Station Stadtpark — nicht als dominantes Motiv, sondern als bewusster Kontrast. Die klaren Linien und die urbane Dynamik ergänzten die ruhigen Portraits um eine moderne zweite Ebene.
Trotzdem blieb der eigentliche Charakter des Shootings immer derselbe:
ruhig, reduziert und persönlich.


Styling, Präsenz und Details
Für Hair & Makeup begleitete uns die großartige @makeupbyasquina.
Der Ansatz war dabei ganz bewusst subtil.
Kein sichtbares „Event-Makeup", keine übertriebene Inszenierung — sondern ein Look, der Präsenz unterstützt und gleichzeitig natürlich bleibt. Gerade bei hochwertigen Portraits sind diese kleinen Nuancen oft entscheidend.
Auch die Garderobe spielte eine zentrale Rolle. Klare Linien, hochwertige Stoffe und reduzierte Farben sorgten dafür, dass der Fokus immer auf Ausdruck, Haltung und Persönlichkeit blieb.
Denn genau dort entsteht am Ende die eigentliche Wirkung eines Portraits.

Fotografie zwischen Ruhe und Präsenz
Was mich an diesem Shooting besonders fasziniert hat, war die ruhige Selbstverständlichkeit vieler Momente.
Keine übertriebene Pose.
Keine hektische Inszenierung.
Sondern Konzentration auf Licht, Bewegung und Ausdruck.
Viele der stärksten Bilder entstanden genau zwischen den eigentlichen Aufnahmen — während kurzer Gespräche, beim langsamen Gehen durch den Park oder in den stillen Momenten zwischen zwei Bildern.
Vielleicht liegt genau darin auch die Zukunft moderner Executive Portraits:
weniger reine Selbstdarstellung, mehr Persönlichkeit.

Eine neue Richtung
Auch in der Nachbearbeitung entwickelte sich aus dieser Serie langsam eine neue visuelle Sprache.
Keine aggressiven Farblooks.
Keine künstlichen Effekte.
Stattdessen reduzierte Farben, kontrollierte Kontraste und eine ruhige, hochwertige Bildwirkung mit editorialem Charakter.
Je länger ich an dieser Serie gearbeitet habe, desto stärker entstand das Gefühl, dass hier mehr beginnt als nur ein einzelnes Shooting.
Vielleicht entwickelt sich daraus in den kommenden Monaten eine eigene Richtung innerhalb von schopho — moderne Executive Portraits zwischen Editorial-Ästhetik, Persönlichkeit und visueller Ruhe.
Noch ist es nur eine erste Serie.
Aber manchmal beginnen genau so die spannendsten Projekte.


Credits
Porträt: Dr. Barbara Harrer — bhconsol · LinkedIn
Fotografie: Peter Scholz · schopho
Hair & Make-up: @makeupbyasquina
Ort: Wien, Österreich — Stadtpark & U4-Station Stadtpark

Vertrauen entsteht nicht erst vor der Kamera.












